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Lohnabstandsgebot

Dieses Gebot besagt, dass der Lohn der durch Erwerbsarbeit erziehlt wird immer höher sein muss als die Unterstützung durch die Gemeinschaft, den Staat, sonst so die Annahme, würden viele nicht mehr arbeiten, sondern sich lieber vom Staat alimentieren lassen.

Aber was ist denn so schlimm daran, wenn Arbeitgeber keine Arbeiter mehr finden, die ihre Arbeitskraft verkaufen, obwohl sie davon nicht leben können? Selbst Wirtschaftsliberale alter Färbung behaupten doch, dass dann diese Arbeit entweder nich erledigt wird oder ein martkfähiger Lohn gezahlt werden muss. Warum die vereinigte Journallie kritische Anmerkungen zu diesem selten dämlichen Gebot verweigert, kann nur dadurch erklärt werden, dass diese Zunft selbst seit Jahrzenten die Folgen dieses Gebots verinnerlicht hat. Denn kaum ein freier Journalist kann von den Zeilenhonoraren tatsächlich leben. Die meisten werden von EhepartnerInnen oder Staat alimentiert, sind also Harz IV Aufstocker.

Anstatt gegen diese asozialen Zustände anzuschreiben, meiden JournalistInnen dieses Thema, denn was sollten sie denn Betroffenen raten: „Bietet Euere Arbeitkraft nur dann an, wenn der Lohn so hoch ist, dass die Kosten der Reproduktion dadurch gedeckt werden kann, ansonsten müsst Ihr besser täglich demonstrieren und blockieren gehen, damit sich der Zustand möglichst schnell bessert.”?

Dies hieße sich zu organisieren, Gegemacht zu erzeugen, die Medienkrise zu einer Gesellschaftskrise zu machen und selbst sich an die Spitze einer Reformbewegung zu stellen. Doch die Kaufschreiberlinge gehen einen anderen Weg, sie verkaufen sich an Firmen und schreiben PR-Artikel und füllen die Seiten von unkritischen Kundenmagazinen. Statt Rückrat zu zeigen, zeigen sie lieber auf diejenigen, die einen der Aktivbürgergesellschaft verpflichteten Journalismus fordern und diffarmieren diese als „Sozialromantiker”, „ewig Gestrige” oder „linke Utopisten”.

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